Straßen von San Francisco
Kalifornien,  Roadtrip

San Francisco on a Budget

5 Tipps, wie ihr San Francisco mit wenig Geld genießen könnt

San Francisco ist teuer und wird eure Reisekasse plündern? Nicht unbedingt! Hier eine Liste mit 5 schönen, spannenden und lustigen Aktionen, die in der vielbesungenen Stadt kaum Geld kosten:

1. Einfach loslaufen

Der beste Weg, um San Francisco zu entdecken, ist zu Fuß die Stadt zu erkunden. So steckt man zum einen nicht im Stau, muss sich nicht im Gewirr der Einbahnstraßen zurechtfinden und kann ganz entspannt überall stehen bleiben und sich umschauen.

viktorianische Häuser in San Francisco
San Francisco ist einfach schön

Bedenkt dabei, dass SF wirklich sehr groß ist. Ich bin an einem Tag von meinem Hostel im Fort Manson folgende Route gelaufen: Fisherman’s Wharf, Little Italy, Chinatown, Union Square, Russion Hill.

Die Stadt ist wirklich wunderschön und es gibt so viel zu entdecken. Die viktorianischen Häuser stehen oft in schönem Kontrast zu den neuen Hochhäusern. Ein Detail was mir besonders gut gefallen hat, sind die Feuerleitern an den Fassaden, wie man sie aus Hollywood-Filmen kennt 🙂 .

Besonders interessant fand ich China Town –  das für die „echten“ Chinesen, wo vor den Fischläden kleine tote Haie auf der Straße liegen – und die sehr steilen Straßen des Russian Hill.

Falls ihr unterwegs einen Kaffee wollt: Man glaubt es kaum, aber ich fand Starbucks hatte in den USA das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Cappuccino kostet ähnlich viel wie hier in Deutschland (was in den USA ein völlig normaler Preis für Cappu/Café Latte ist), aber man bekommt fast die doppelte Menge. Außerdem gibt es im Starbucks immer kosteloses Wifi 😉

2. Mit dem Mietfahrrad über die Golden Gate Bridge fahren und die Hausboote in Sausalito besuchen

Die Fahrt über die Brücke ist wirklich ziemlich cool! Ich habe für das Rad (mit Rabatt vom Hostel) nur 16,50 € gezahlt und war den ganzen Tag damit unterwegs.

Die Golden Gate Bridge in San Francisco
Die Golden Gate Bridge, im Hintergrund liegt San Francisco

Die Strecke nur über die Brücke nach Sausalito beträgt 7 km einfach, bedenkt also, dass ihr schnell 20 km Fahrstrecke zusammen bekommt. Es gibt zwar nicht viel Steigung, aber dank dem ständigen Wind kann es doch auch mal anstrengend werden 😉 .

Die Hausboote in Sausalito sind wunderschön anzusehen, die Menschen haben sich hier eine ganz besondere Heimat geschaffen. Das Hausboot-Viertel wächst auch, ich konnte einige Leute beim Hausbootbau beobachten.

Die Stege der Hausboote dürfen nicht betreten werden, und daran sollte man sich auch wirklich halten. Dort leben Menschen, und man will selbst ja auch nicht, dass einem Touristen dauernd im Vorhof herumspazieren…. 😉

Eines der schnuckeligen Hausboote in Sausalito bei San Francisco
Eines der schnuckeligen Hausboote in Sausalito

3. Erkunde den verwunschenen Muir Wood

Beeindruckende Baumriesen im Muir Wood

Keine 20 km nördlich von San Francisco liegt der Muir Wood, in dem es die größten Bäume der Welt gibt: Redwoods oder Sequoia Bäume.

Man braucht nicht einmal ein Auto um ihn zu besuchen, denn von Sausalito und Marin City aus fahren Shuttles in das National Monument. Ein Ticket kostet nur sagenhafte 3€. Es muss im Voraus reserviert werden, es ist nicht möglich, vor Ort bar zu bezahlen. Der Eintritt in den Park kostet 15$ (ca. 13€).

-> Die Buchungsseite des Shuttles: Muir Woods Reservations (Ich habe recht lange gebraucht um zu verstehen, dass man rechts oben auf „Reserve now“ klicken muss, um zu reservieren. Die Infos zu den Buslinien sind nur dafür da, um zu den Bus Stops des Shuttles zu gelangen.)
-> Die Website des Muir Woods National Monument: nps.gov/muwo

Nach Sausalitos kann man z.B. mit der Fähre fahren, oder man fährt mit einem geliehenen Fahrrad.

4. Auf einem der Markets die Kreativszene entdecken

Ok, dieser Punkt hat durchaus das Potential, sehr schnell von Low Budget zu High Budget zu werden 😉 . Allerdings ist es auch einfach nur schön, die Stände anzuschauen und die wunderbare Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Ein Plakat auf dem Makers Market in San Francisco
Das Plakat hätte ich am liebsten gekauft

San Francisco ist ein Hotspot für kreative Leute in den USA, und es gibt regelmäßig tolle (Floh)märkte. Ich war z.B. auf einem „Makers Market“, an dem super viele spannende, wunderschöne selbstgemachte Dinge präsentiert wurden – von der eigenen Schuhmarke über selbst produzierte Lampen bis hin zu coolen Plakaten.

Alternativ gibt es auch viele Food Markets, wo man einfach lokales Essen kaufen, die Livemusik genießen und die Seele baumeln lassen kann.

5. Besuche ein Food Truck Camp und kaufe dir dort dein Abendessen

Man gibt zwar bei diesem Punkt durchaus Geld aus, aber Essen muss man ja sowieso – und die Food Trucks sind gar nicht teuer. Wenn ihr jetzt denkt „Was soll denn an nem Döner-Stand so besonders sein?“ dann lasst euch sagen, dass die Amerikaner das Prinzip „Imbisswagen“ auf ein neues Level gebracht haben. Auf dem Food Truck Camp wo ich war, gab es Essen aus vielen verschiedenen Regionen der Welt, interessante richtige Gerichte und es war auch echt lecker. Auch das Bier ist mit knapp 6€ sehr günstig.

Außerdem ist es ein Treffpunkt vieler junger Leute, die Stimmung ist wunderbar entspannt und fröhlich.

Danach sollte man allerdings nicht wie ich in eine fancy Bar mit Indie IPA Bier gehen, denn dann wird man arm: Ein Bier hat 10 $ gekostet…

Food Truck Camp in San Francisco
Das Food Truck Camp – leider nur ein schlechtes Handyfoto

Generelle Tipps

  • Warmer Pulli: San Francisco ist eine natürliche Klimaanlage und es hat meistens frische 18°, gemischt mit Wind und wenig Sonne. Brrr.
  • Jacke: Aus dem selben Grund wie oben, sollte man sich eine winddichte Jacke mitnehmen. Das kann auch die Lederjacke sein, Hauptsache sie hält ein bisschen was von der frischen Brise ab.
  • Die berühmten Seelöwen bei Pier 39 im Fisherman’s Wharf Viertel machen durchaus auch mal Urlaub: Im Frühsommer ziehen die Weibchen gen Süden, um Fische zu jagen. Als ich also dort war, lagen nur einige wenige Seelöwen auf den Pontons.
  • 1-2 Mal im Monat gibt es in diversen Museen freien Eintritt
  • Braucht ihr Urlaub vom Urlaub, könnt ihr am Strand (Presidio of San Francisco) super entspannen
  • Die Cable Cars sind zwar ein Wahrzeichen von San Francisco, existieren mittlerweile aber nur noch als Touristenattraktion und werden von den Einwohnern kaum noch genutzt. Außerdem sind sie unerhört teuer.
  • In Fisherman’s Wharf ist es echt schwer, ein Café mit freiem Wlan zu finden 😉
Weit und breit kein Seelöwe bei Pier 39 in San Francisco
Pier 39: Gaaaanz weit hinten kann man ein paar Seelöwen erahnen…

Hinkommen & Rumkommen

Da man in San Francisco vieles ohne Auto erleben kann (und der Verkehr in den Straßen meiner Meinung nach sehr stressig ist), kann man durchaus überlegen, ohne Mietauto hinzufahren.

Entweder man fliegt direkt nach SF, oder man nimmt den Greyhound Bus oder den Amtrak Zug.

In San Francisco gibt es ein gutes öffentliches Netz (außer den Cable Cars, die in den Touri Hotspots fahren). Aber Achtung: Die Tickets können nur entweder bar bezahlt werden oder über die App – wozu man unterwegs allerdings Internet benötigt.

Praktisch sind außerdem Uber Taxis, vor allem mit der Funktion „Shared Taxi“: Der Fahrer sammelt mehrere Leute ein, die in die selbe Richtung wollen. Damit kann man fast so günstig wie mit den Öffis fahren.


Unterkommen

Unterkünfte in San Francisco sind furchtbar teuer. Zum Glück gibt es ein paar Ausnahmen: Die Hostels sind bezahlbar und (soweit meine Erfahrung) sehr sicher, sauber und schön. Auch über Airbnb kann man einige schöne und günstige Unterkünfte in angesagten Vierteln bekommen. Und natürlich gibt es die Möglichkeit, sich über Couchsurfing eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit zu suchen.

Beispielspreise für September für eine Nacht pro Person:

  • Ein Doppelzimmer in einem günstigen Hotel beginnt bei 90€
  • Ein Bett bei Airbnb beginnt bei 50€
  • Ein Mehrbettzimmer im Hostel beginnt bei 40€
  • Couchsurfing beginnt bei 0€ 😉

Ich habe im HI San Francisco – Fisherman’s Wharf übernachtet und war mit der Lage sehr zufrieden. Allerdings ist es für Alleinreisende nicht so zu empfehlen, es war recht ungesellig und ich hatte das Gefühl, dass wenig klassische Backpacker dort einchecken.

Sonnenuntergang am Hafen in San Francisco Bay
Sonnenuntergang am Hafen

Meine Ausgaben in San Francisco

Ich war insgesamt 4 Tage und 3 Nächte in San Francisco und habe 265 € ausgegeben – das sind 66 € pro Tag.

  • Hostel: 143,40 € (47,80 € pro Nacht)
  • Essen: 66€ (16,5 € pro Tag)
    Davon 31,35 € für normales Essen und 34,84 € für Kaffee, Bier & Eis. Ich habe 2x außer Haus gegessen und mir sonst immer etwas mitgenommen oder selbst gekocht
  • Aktionen: 18,58 € (Busticket & Fahrrad)
  • Mitbringsel: 37,30 € (Ich habe neben Briefmarken noch ein paar Kleinigkeiten auf dem Makers Market für meine Familie gekauft)

Das habe ich gemacht:

Tag 1: Nach meiner Ankunft und dem Check in erkunde ich das Fisherman’s Wharf Viertel und treffe mich abends mit Holly, die ich während meiner Wanderung auf dem PCT kennen gelernt habe. Wir gehen zusammen zu einem Food Cart „Markt“ und später noch in eine Bar, wo es ca. 30 verschiedene lokale IPA Biere im Angebot gibt. Kalifornien ist sehr stolz auf seine Craft Beer Szene.

Tag 2: Ich mache einen großen Spaziergang durch die Stadt und schaue mir Fisherman’s Wharf, Little Italy, Chinatown, Union Square und Russion Hill an.

Tag 3: Heute geht’s mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge nach Sausalito und zu den Hausbooten. Insgesamt radel ich über 30 km mit dem klapprigen Fahrrad. Es weht mich fast von der Brücke, willkommen in San Francisco 🙂 .

Tag 4: Ich fahre mit dem Bus in den Mission District, für den ich leider nur recht wenig Zeit habe. Dann gehts mit dem Airport Shuttle des Hostels zum Flughafen.

Straßen von San Francisco
Streets of San Francisco

Suchst du noch nach Anregungen, was man vor oder nach einem Besuch in San Francisco machen kann?

-> Roadtrip auf dem Highway No. 1
-> Roadtrip durch Arizona und Utah


Wart ihr auch schonmal in San Francisco? Hat euch die Stadt auch so gut gefallen wie mir?

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