Island,  Trekking

Trekking in Island – Teil 1

Seit Jahren träumte ich von einer Reise nach Island. Im Sommer 2017 war es endlich so weit – Wir wollten in einer 9 tägigen Trekkingtour und einer kurzen Autoreise den südlichen Teil der Insel erkunden.

Reisedauer: 12. – 28. August 2017
Trekkingtourdaten: 9 Tage: Langisjór, Eldgja Trail, Struttstigur, Laugavegur bis Landmannalaugar
Autoreise: 5 Tage: Golden Circle, Haífoss, Kirkjubaejarklaustur, Reykjavik

Dieser erste Blogeintrag behandelt die ersten zwei Tage auf der Insel bis zur Sveinstindur Hütte beim See Langisjór.

Schon beim Anflug hatten wir eine grandiose Sicht auf die Landschaft:

Jökulsarlon
Jökulsarlon
Skeiðarárjökull
Skeiðarárjökull
airplane views
Gletscherfluss

Reykjavik

In Reykjavik verbringen wir nur eine Nacht. Den Abend vertreiben wir uns mit dem etwas umständlichen Einkäufen der restlichen Ausrüstung (Spiritus für die Outdoorküche) und laufen kreuz und quer durch die Stadt.

curious dog
Dieser neugierige Hund beobachtet, was auf der Straße so los ist.

1. Tag, 13.08. – Busfahrt, Start auf der Piste

Wir starten früh und fahren mit dem Bus Richtung Eldgjá Schlucht, mit einem dreistündigen Aufenthalt in Landmannalaugar. Die Fahrt ist wunderbar, die Landschaft beeindruckend und die Zeit vergeht wie im Flug.

Mein Rucksack hatte übrigens am Anfang der Tour inkl. 1l Wasser und Essen für 9 Tage ca. 14 kg. Das konnte ich mit meinem 38l Rucksack ganz gut tragen, ohne Rückenschmerzen zu bekommen.

Iceland Landscape
Bunte Berge in Landmannalaugar
River in Landmannalaugar
Der Fluss bei der heißen Quelle in Landmannalaugar
Iceland Landscape
Iceland Landscape

Schließlich kommen wir zu einer Abzweigung einer kleinen Hochlandpiste, hier wollen wir unsere Trekkingtour starten. Der Busfahrer lässt uns abspringen und schon bald stehen wir allein in der grandiosen Landschaft.

Endlich. Jetzt, hier am Anfang unseres Weges zu Fuß, fängt für mich der Urlaub an. Davor war Stress, Planung, Organisation. Ab hier gibt es nur noch Freiheit, Natur, ich kann alles hinter mir lassen. Das Tal ist wunderschön. Eigentlich ist alles wunderschön, egal wohin ich mich drehe.

Easy going
Desert
Desert

Da wir erst spät am Nachmittag losgelaufen sind, schlagen wir schon nach ca. 2 Stunden unser Camp an einem süßen kleinen Bachlauf auf. Schöner kann es fast nicht werden.

Camp 1
Wollgras
Das Wollgras wiegt sich im Wind.
Wollgras
Camp 1
Wir essen zu Abend und genießen die Abendstimmung
Iceland Landscape
„Unser“ kleiner Bach.
Das Zelt darf seine erste Nacht in freier Wildbahn erleben – wir haben es uns kurz vorm Urlaub neu gekauft.

2. Tag, 14.08. – REGEN. Piste bis zur Sveinstindur-Hütte (the rainy day)

Wir wachen bei Regengetrommel aufs Zeltdach auf. Aber nach einem Blick nach draußen sind wir begeistert: Alles leuchtet! Das Schwarz ist richtig tief und dunkel, das Grün hebt sich wunderbar davon hab. Die Wolken und der Nebel sorgen für eine tolle Stimmung. Fantastisch.

Camp 1
Camp 1

Wir laufen beglückt los. Vor uns sieht es so aus, als könnte der Regen bald aufhören und der Himmel aufreißen. Die folgenden Bäche wollen wir nicht furten und suchen uns immer einen Weg mit Steinen drüber, einmal, als es nicht zu tief ist, renne ich auch einfach durch und vertraue darauf, dass meine Hose das Wasser daran hindert, von oben in den Schuh zu laufen. Yeah! Es macht richtig viel Spaß und wir machen immer wieder Fotos. Die Schuhe halten gut dicht und wir sind total glücklich, endlich unterwegs zu sein, nur wir, die Natur und unsere Rucksäcke.

Road to Langisjór
Schwierigkeiten mit der Wegfindung hatten wir jedenfalls nicht
Road to Langisjór
Road to Langisjór
Noch haben wir Muse zum Fotografieren…
Reißende Bäche müssen überquert werden
Der Regen bringt das Gelb-Grün zum leuchten.
Irgendwann weicht das Grün und die Welt versinkt im Grau.

Nach ca. 3-4 Stunden dringt der Regen durch unsere Regenjacken und -hosen, wir hätten sie doch vorm Urlaub erneuern sollen. Wir beschließen, heute nicht am Langisjór zu campen, sondern zur Sveinstindur Hütte zu gehen.

Nach 7 Stunden ohne Pausen kommen wir endlich fertig und völlig durchnässt in der Hütte an. Dort hängen wir nur noch fast unsere gesamte Kleidung zum trocknen auf, kochen und essen und verkriechen uns bald in unsere Schlafsäcke.

Mit uns ist noch ein sehr nettes deutsches Paar in der Hütte mit denen wir uns über den Eldgjá Trail austauschen.

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